Hintergründe einer Ausstellung

 

  IC. & IP. Ferris of Horatio

 

 

Wieso geht man an eine Ausstellung?

Diese Frage wird uns immer wieder von Katzenfreunden gestellt. Unter uns gesagt, fragt sich das auch mancher Züchter nach einem langen, anstrengenden und vielleicht erfolglosen Tag. Wie wir alle wissen, sind die Meinungen und Ansichten sehr verschieden. Als wir vor Jahren unsere erste Katzenausstellung in Rüti besuchten, waren wir der Ansicht:

Wir werden nie an einer Ausstellung teilnehmen!


Aber im Ernst, wer züchten will, braucht eine Beurteilung seines Zuchttieres. Er muss wissen, ob seine Katze überhaupt den Ansprüchen des Standards entspricht, keine Mängel aufweist und somit zur Zucht geeignet ist. Dies alles wird auf einer Ausstellung von international anerkannten Richtern geprüft. (Wir sehen das in der Zwischenzeit ein, haben uns eines anderen belehren lassen und finden es mehr oder weniger richtig.)

Darüber hinaus gibt eine Ausstellung dem Züchter die Gelegenheit zu Fachgesprächen mit anderen Züchtern aus ganz Europa. Er kann sein Tier mit anderen vergleichen, kann potentielle Zuchtpartner (neue Katzen oder Zuchtkater) auswählen.
Gerade der Kontakt zu Zuchtkater-Besitzern ist wichtig, da man ja genau wissen möchte, wohin man seine Katze zum Decken bringt, d.h. ob der Katerbesitzer vertrauenswürdig und seriös ist, sein Zwinger frei ist von Krankheiten, etc. Auch viele Katerbesitzer nehmen oft nur Katzen von Züchtern, die ihnen seit langem gut bekannt sind – aus genau denselben Gründen. Auch können an einer Ausstellung bestehende Kontakte gepflegt und vertieft werden.

 

Unser Motto lautet:  MITEINANDER und nicht GEGENEINANDER.

 

Dann hat die Ausstellung noch andere Ziele. Viele Katzenfreunde haben noch nie eine der verschiedenen Rassekatzen in Natura gesehen. Bilder in Katzenbüchern vermitteln selten einen realen Eindruck der ausgewählten Rasse. Auf einer Katzenausstellung kann der Interessent die Katzen live erleben, sich beim Züchter über ihre Eigenarten und Merkmale informieren und Kontakte knüpfen, die ihm den späteren Kauf einer Katze erleichtern.

Machen Sie sich keine Sorgen um die "armen" Katzen. Die meisten verschlafen den Ausstellungstag in ihrer Kuschelhöhle und kümmern sich nicht um den Wirbel, der um sie gemacht wird. Dann gibt es andere, die scheinen es zu geniessen, wenn sie von so vielen Menschen bestaunt und bewundert werden.
Natürlich kann eine Ausstellung auch purer Stress für Katzen sein. Viele fressen und trinken den ganzen Tag über nichts, sondern liegen die ganze Zeit dösend, ab und zu auch etwas ängstlich in den Käfigen.


 

Unsere zwei Perth und Hope mögen Ausstellungen überhaupt nicht. Ihre erste Ausstellung erlebten sie mit 5 bzw. 4 Jahren, also relativ spät. Für sie ist es ungewohnt und purer STRESS. Deshalb besuchen wir mit diesen beiden keine Ausstellungen mehr.  Perth ist pensioniert und Hope hat ihre Zuchtzulassung (V) erst beim  2. Ausstellungsanlauf geholt.  Ach ja, worüber wir uns übrigens überhaupt nicht schämen.

Mit unseren zwei Nachzuchtkatzen Lara & O'Hara haben wir im August 2007 die 1. Ausstellung besucht. Die zwei Ladys haben mit sehr erfreulichen Resultaten abgeschnitten und somit ihre Zuchtzulassung.

Da Lara und O'Hara relativ gelassen an einer Ausstellung teilnehmen,  habe auch ich dadurch einen ganz anderen Eindruck erhalten. Man knüpft  interessante Gespräche mit anderen Züchtern und Deckkaterbesitzer, bekommt somit auch schon mal einen ersten Eindruck und sieht eventuell auch schon den geeigneten Kater für die Katze.

Auch unsere anderen Vierbeiner nehmen Ausstellungen gelassen entgegen auch die jeweiligen Anreisen. Daher sieht man uns ab und zu auch auf Ausstellungen sofern diese nicht erst nach X-Fahrstunden erreichbar sind. Denn dies möchten wir unseren Vierbeinern dann doch nicht zumuten ;-)

Durch die Unterstützungen von meinem Mann und meiner besten Freundin Brigitta, so wie mein Engelchen Melissa ( ein grosses Dankeschön an euch drei, denn ohne euch würde mir einiges nicht so leicht fallen),  haben wir beschlossen die einte oder andere Ausstellung in den nächsten Jahren noch zu Besuchen.  


 


Für Liebhaber ist es unwichtig, welch tolle Titel die Vorfahren ihrer Katze hatten. Für Züchter oft ebenfalls, denn diese schauen mehr auf den Genotyp und nicht nur auf den Phänotyp. Wenn ich für meine Katzen einen Kater auswähle, steht die Gesundheit des Katers und die seiner Vorfahren im Vordergrund (HCM & PKD getestet / Felv & Fiv getestet und negativ, etc.). Ferner ein guter Charakter und natürlich auch noch sein Aussehen. ;-)

In der Zwischenzeit haben wir unseren eigenen Kater, dies erleichter vieles. Denn es ist leider nicht immer einfach
wirkliche Freundschaften in der Züchterszene zu finden. Dies mussten wir in den letzten Jahren selber erfahren. Mittlerweile haben wir unseren "eigenen" Weg gefunden und sind damit sehr glücklich und zufrieden.

 

 

Ausstellungsbegriffe der FFH /FIFE

An Ausstellung können folgende Bewertungen abgegeben werden. "V" für Vorzüglich, "SG" für sehr gut, "G" für gut.  

Hier ist es wichtig, dass die ausgestellte Katze  ein "V" bekommt, damit sie gem. Rassestandard  der FFH /FIFE zur Zucht  eingesetzt  werden kann.
 

Weitere Informationen über das Klassensystem unter : FFH -Klassensystem

Kittenklasse/ Jugendklasse  ( 12 ) = (3-  6 Monate)  

 Diese Klasse bedeutet Kittenklasse / Jugendklasse  und hier können  Jungtiere im Alter von 3-6 Monate teilnehmen.
Jedoch werden an diese keine Zertifikate verliehen.

 

Jugendklasse ( 11 ) = (6-10 Monate)
Die nächste ist die Jugendklasse für Jungtiere im Alter von 6-10 Monaten.

 
Jedoch werden an diese keine Zertifikate verliehen.

 

CAC / Offene Klasse  ( 9 ) = (ab 10 Monate)
Die CAC-Klasse ist die nächste offene Klasse, dies bedeutet, dass ihre Katze ab dieser Kategorie
 in der  erwachsenen Klasse teilnimmt mit Zertifikat.

 


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